Urzeit, Traumzeit, Endzeit: Versuch über Heiner Müller

Translated title of the contribution: Primordial time, dream time, end time: on Heiner Müller

Research output: Book/ReportBook

Abstract

Dieser Essay von Uwe Schütte unternimmt eine so unorthodoxe wie überfällige Annäherung an das komplexe Werk Heiner Müllers. Unter kulturanthropologischem Vorzeichen werden zentrale Dramen wie Mauser, Bildbeschreibung oder Verkommenes Ufer Medeamaterial Landschaft mit Argonauten diskutiert, aber auch Gedichte und weithin unbekannte Kurzprosa. Die assoziativ vorgehende Analyse kreist dabei um Stichworte wie Mantik und Kannibalismus oder Opfer und Verausgabung sowie um das Traumzeitdenken der australischen Aborigines, Ritus und Mythos am Beispiel entpersonalisierter Postdramatik, das Schweigen als Urgrund des Theaters, das Kainsmal als Urschrift, schamanistische Jenseitsreisen, prophetische Rede und traumatischer Wiederholungszwang in der Prosa. Abseits gängiger Interpretationsansätze eröffnet sich dadurch ein tiefgreifendes Verständnis für die kulturanthropologische Basis von Heiner Müllers Schreiben.
Original languageGerman
Place of PublicationVienna (AT)
PublisherPassagen
Number of pages197
ISBN (Print)978-3-7092-0057-5
Publication statusPublished - 1 Oct 2012

Keywords

  • Drama
  • Kommunismus
  • Kulturanthropologie

Fingerprint Dive into the research topics of 'Primordial time, dream time, end time: on Heiner Müller'. Together they form a unique fingerprint.

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